21 May 2026
Deutschlands Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 schreitet voran und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein

Die Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 läuft derzeit auf vollen Touren und Experten in Regulierungsbehörden sowie in der Glücksspielbranche verfolgen genau, wie sich die strengen Vorgaben zu Einzahlungslimits, Einsatzobergrenzen, Werbebeschränkungen und der 5,3-Prozent-Steuer auf Einsätze auf die Ziele der Kanalisierung und des Spielerschutzes auswirken, während gleichzeitig eine Abwanderung in den Schwarzmarkt beobachtet wird, und dieser Prozess muss bis zum 31. Dezember 2026 vollständig abgeschlossen sein, damit fundierte Entscheidungen getroffen werden können.
Hintergrund und Ziele des GlüStV 2021
Seit Inkrafttreten des Vertrags haben Bundesländer und Aufsichtsbehörden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um legales Glücksspiel attraktiver zu gestalten und illegale Angebote einzudämmen, doch die fragmentierten Regelungen auf Landesebene betreffen insbesondere Online-Casino-Tischspiele wie Roulette, die nicht einheitlich geregelt sind, und Beobachter stellen fest, dass diese Vielfalt an Vorschriften sowohl Chancen als auch Herausforderungen schafft, während Daten aus regulatorischen Berichten zeigen, wie sich die Kanalisierungsquote entwickelt hat.
Verbesserter Dialog zwischen Regulierern und Branche
Im Laufe der vergangenen Monate hat sich der Austausch zwischen Aufsichtsbehörden und Vertretern der Glücksspielindustrie deutlich intensiviert, was dazu führt, dass gemeinsame Workshops und Konsultationen stattfinden, in denen praktische Erfahrungen mit den geltenden Limits und der Steuerregelung diskutiert werden, und solche Gespräche tragen dazu bei, dass gezielte Anpassungen eher möglich erscheinen als umfassende Reformen, während aktuelle Zahlen aus Branchenanalysen verdeutlichen, wie sich die Migration in den Schwarzmarkt entwickelt hat.
Neue Gerichtsurteile und ihre Bedeutung
Mehrere jüngere Entscheidungen deutscher Gerichte haben wichtige Klarstellungen zu Werbeverboten und Einsatzgrenzen gebracht, sodass Betreiber nun besser einschätzen können, welche Werbemaßnahmen zulässig sind, und diese Urteile beeinflussen auch die laufende Evaluation, weil sie zeigen, wie die bestehenden Regeln in der Praxis angewendet werden, während Rechtsexperten darauf hinweisen, dass solche Entscheidungen die Grundlage für mögliche Feinjustierungen bis Mai 2026 bilden könnten.

Mögliche gezielte Anpassungen statt großer Reformen
Die laufende Überprüfung deutet darauf hin, dass eher punktuelle Änderungen an den bestehenden Regeln erwogen werden, beispielsweise bei den Einzahlungslimits oder der Werbeausgestaltung, anstatt das gesamte Regelwerk grundlegend zu überarbeiten, und diese Herangehensweise wird von Behördenvertretern bevorzugt, weil sie ermöglicht, auf aktuelle Entwicklungen im Schwarzmarkt flexibel zu reagieren, während die 5,3-Prozent-Steuer weiterhin auf ihre Wirksamkeit hin geprüft wird.
Auswirkungen auf andere europäische Märkte
Was in Deutschland entschieden wird, hat auch Signalwirkung für Nachbarländer mit ähnlichen Regulierungsansätzen, denn Beobachter in der EU sehen die Evaluation als Testfall dafür, wie strenge Limits und Steuern die Kanalisierung fördern können, und Daten aus vergleichbaren Märkten zeigen, dass eine erfolgreiche Umsetzung in Deutschland Impulse für Anpassungen in anderen Mitgliedstaaten geben könnte, während Roulette und weitere Tischspiele unter den fragmentierten landesrechtlichen Bestimmungen besonders im Fokus stehen.
Fragmentierte Regelungen für Roulette und Online-Casino-Spiele
Im Gegensatz zu Sportwetten fallen Roulette und andere Online-Casino-Tischspiele unter die jeweiligen Landesgesetze, was zu unterschiedlichen Auslegungen der Werbe- und Limitregeln führt, und diese Vielfalt wird im Rahmen der Bewertung bis 2026 ebenfalls analysiert, damit klarere Leitlinien entstehen können, während Experten betonen, dass eine stärkere Harmonisierung die Kanalisierung unterstützen könnte, ohne die Spielerschutzziele zu vernachlässigen.
Schlussfolgerung
Die Überprüfung des GlüStV 2021 bis Ende 2026 bleibt ein zentraler Prozess für die deutsche Glücksspielregulierung, und die Ergebnisse werden zeigen, ob die aktuellen Maßnahmen ausreichen, um Kanalisierung und Spielerschutz nachhaltig zu stärken, während der verbesserte Dialog und die jüngsten Gerichtsurteile bereits erste Hinweise auf mögliche gezielte Anpassungen liefern, die auch für andere europäische Märkte relevant sein könnten. Comprehensive evaluation report on the Interstate Treaty on Gambling (GlüStV 2021) bietet weitere Details zu den anstehenden Schritten.